Hallo Ihr Lieben!

 

Heute habe ich mir mal gedacht, ich schenke Euch mal etwas: eine Anleitung! Tadaaa! :-)

Die Idee war: es sollte ein Osterkörbchen sein, was waschbar bleibt, über's Jahr platzsparend aufbewahrbar, vielleicht nicht ausschließlich als OSTERkörbchen verwendbar ist und nett aussehen sollte es auch noch. So viel auf einmal!

Tja, das Ergebnis seht ihr auf dem Bild. :-)

 

Die Vorteile liegen hier definitiv auf der Hand: 1. je nach Stoffauswahl ist dieses Körbchen sowohl als Tischschmuck über's ganze Jahr hinweg als auch als "Osterkörbchen zum Verstecken" nutzbar, 2. es ist waschbar, 3. es ist definitiv platzsparend aufbewahrbar, 4. es ist prima, um zu üben, wie man Rundungen sauber näht uuuuuuund 5. selbst, wenn nicht besonders sauber gearbeitet wurde, sieht das hinterher kein Mensch! :-D 

Ihr braucht:

  • etwa 1 Stunde Zeit
  • 6 Kreise aus Baumwollstoff mit einem Durchmesser zwischen 18 und 28 cm(, was Euch am besten gefällt; mein Körbchen mit dem rosafarbenen Stoff hat etwa 28 cm im Durchmesser gehabt)
  • 3 Kreise aus Vlieseline H200 (genau so groß wie die Stoffkreise)
  • 2 Druckknöpfe + Werkzeug (Zange)
  • Schere, Winkelmesser/Patchworklineal, Markierstift, Stecknadeln, Nähgarn farblich passend oder kontrastierend, Geradstich und Knopflochfunktion an der Nähmaschine, Bügeleisen

Los geht's! :-)

Ihr wollt 3 Schichten bekommen. Zuerst schneidet Ihr Euch je 2 Kreise pro Schicht aus dem Stoff zu. Ich habe für die unteren beiden Schichten jeweils grünen Stoff genutzt und für die oberste Schicht weiße Frühlingsblüten, ich brauchte also 4 grüne und zwei Blütenkreise.

Dann bügelt Ihr auf je einen Kreis pro Schicht die Vliesline. Nicht vergessen: auf die linke, also nicht so schöne Seite des Stoffes.

Anschließend näht Ihr mit dem Geradstich Eurer Nähmaschine beide Kreise für jede Schicht rechts auf rechts zusammen und lasst dabei eine Wendeöffnung.

Nahtzugaben braucht Ihr nicht unbedingt wegschneiden, wenn Ihr nicht breiter als nähfüßchenbreit genäht habt.

Das macht Ihr mit allen 6 Kreisen, bzw. allen 3 Schichten so.

Dann wendet Ihr jede Schicht durch die Wendeöffnungen, bügelt alle Kreise von  beiden Seiten, klappt die Nahtzugaben an der Stelle nach innen und ...

... steppt mit dem Geradstich Eurer Nähmaschine einmal um jeden Kreis herum. Schließt dabei die Wendeöffnungen.

Das Schlimmste ist schon geschafft! :-) Das ging fix, oder?

Danach klappt Ihr die oberen beiden Kreise jeweils in der Hälfte zusammen und markiert Euch die Mittellinie. Legt beide Kreise, Mittellinie auf Mittellinie aufeinander und näht sie entlang der Mittellinie zusammen.

Dann sucht Ihr auf Eurem Patchworklineal die 60 und legt es direkt auf die gerade entstandene Naht. Markiert Euch drei gleich große Teile in je einem Halbkreis. - BITTE WAS?!  Ja, das ist jetzt auch irgendie nicht so einfach zu beschreiben.

Ich zeig es Euch am besten mit dem nächsten Bild:

Die gestrichelte, blaue Linie ist die eben entstandene Mittelnaht. Die beiden roten Linien zeigen Euch je 60° an. Ihr steckt Euch an den Enden der roten Linien also eine je Nadel, um die 60° am Stoff zu markieren. 

Ihr habt nun eine Pizza mit 6 gleich großen Teilen a` 60° vor Euch liegen.

So sollten Eure Markierungen jetzt aussehen.

 

Wenn Ihr kein Patchworklineal habt, könnt Ihr auch einen Winkelmesser oder ein Geo-Dreieck nutzen, um Euch jeweils 60° abzumessen.

 

An diesen Markierungen näht Ihr jetzt genau so entlang wie bei der Mittelnaht. Dann sollten Eure beiden oberen Schichten etwa so aussehen, wie auf meinem Bild.

Jetzt markiert Ihr Euch von jedem "Pizzastück" noch einmal die Hälfte, indem Ihr jeweils die Seitennähte jeden "Pizzastückes" aufeinander legt.

 

 

 

So oder so ähnlich sollte es dann bei Euch auch aussehen.

Dann legt Ihr die oberen beiden Schichten auf den untersten Kreis und steckt alles mit Stoffklammern aneinander fest, damit nichts verrutschen kann, denn nun wandert das Konstrukt unter die Nähmaschinennadel.

Ihr stellt jetzt Position 2 oder Position 4 der Knopflochfunktion an Eurer Nähmaschine ein.

 

Die Nadel wird nun von links nach rechts und zurück nähen, allerdings wird der Transporteur den Stoff nicht bewegen. Das heißt, Ihr näht auf der Stelle.

linkes Bild: Positioniert die Nähmaschinennadel direkt über der Markierungsstecknadel

 

rechtes Bild: Entfernt die Stecknadel und näht nun die unteren beiden Schichten der drei Kreise an dieser Stelle mit der Position 2 oder 4 der Knopflochfunktion zusammen

 

Das wiederholt Ihr nun an jeder Stecknadelmarkierung, also an 6 Stellen.

Hinterher vernäht Ihr die Fadenenden und schneidet die überstehenden Fäden ab.

Jetzt legt Ihr Euch zwei Druckknöpfe und die Zange bereit und markiert Euch die Mitte von jedem zweiten Pizzastück mit Stecknadeln.

Hier könnt Ihr, ähnlich wie mit dem Nähgarn, farblich passende oder kontrastierende Knöpfe nutzen. Je nachdem, was Ihr lieber mögt.

Setzt die Druckknöpfe.

 

Achtet hier unbedingt dabei darauf, dass Ihr ZWEI identische Knopfseiten in der Mitte EINES "Pizzastückes" setzt (links und rechts der Mittelmarkierung; je näher an der Mittelmarkierung dran, desto schöner wird das Ergebnis).

Die Knöpfe werden ausschließlich in die oberste Schicht gesetzt.

Entfernt die Stecknadeln und steckt die Knöpfe passend ineinander.

 

F E R T I G !!!

 

Ihr dürft Euch freuen! :-D

 

Und habt Ihr`s bemerkt? - Im "aufgestellten" Zustand sieht man gar nicht, wie fürchterlich unsauber ich gearbeitet habe. ;-)

Und wenn der Osterhase da war und unbemerkt etwas ins Körbchen gelegt hat, sieht man wirklich gar keine unsauber verarbeiteten Stellen mehr! ;-)

 

Ich wünsche Euch allen ganz viel Spaß beim Nähen und

FROHE OSTERN!

 

 

 

Verlinkt diese Anleitung oder meine Seite sehr gerne, wenn Ihr diese Anleitungen oder andere Inhalte Euren Freunden zeigen möchtet, aber vergesst bitte nicht: ich habe viel Zeit, Kraft und eigene Ideen sowie Kreativität (geistiges Eigentum) hier investiert und möchte deshalb weder meine Bilder noch meine Texte ohne Angabe der Quelle verwendet wissen.

Vielen lieben Dank für Euer Verständnis!